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06.06.2020

VBE: Freude und Sorge liegen nah beieinander

Eingeschränkter Kita-Regelbetrieb ab Montag

Der Verband Bildung und Erziehung (VBE) NRW kommentiert die Aufnahme des eingeschränkten Regelbetriebes in den Kitas in NRW. Dazu Stefan Behlau, Landesvorsitzender des VBE NRW:

„Die Aufnahme des eingeschränkten Regelbetriebes ist eine gewaltige Herausforderung für alle. Nach der langen Auszeit brauchen die Kinder und ihre Familien die Kita. Die Kinder vermissen ihre Freunde und den Alltag in der Kita. Dennoch: Die wichtigste Schutz-Maßnahme in dieser Krise – Abstand halten – kann in der Kita nicht eingehalten werden. Freude und Sorge liegen bei den Erzieherinnen und Erzieher nah beieinander.“

Kitas arbeiten nicht nach, sondern mit Corona

Kitas bereiteten den eingeschränkten Regelbetrieb intensiv vor. Dazu stellt Barbara Nolte, Leiterin des VBE-Referats Erzieher/-innen klar:

„Es geht darum, dass die Kitas nicht nach Corona, sondern mit Corona unter vielfältigen Infektionsschutz- und Hygieneregeln den eingeschränkten Regelbetrieb aufnehmen. Die Einrichtungen können ihr Angebot auf 15 Std, 25 Std. und 35 Std. reduzieren, aber auch mehr Stunden anbieten. Dies ist aber davon abhängig, wieviel Personal tatsächlich in den Kitas zur Verfügung stehen wird und das kann nur geschätzt werden, das Ministerium geht hier von circa 80% aus.“

Unterschiedliche Ausstattung sorgt für unterschiedliche Öffnungszeiten

„Träger sowie Erzieherinnen und Erzieher haben sich mit Hochdruck auf die Wiedereröffnung vorbereitet, es wird zu unterschiedlichsten Öffnungszeiten kommen, die Spielbereiche der Gruppensettings werden enorm eingeschränkt, Elterngespräche müssen anders gestaltet werden, Feste und Feiern sowie Ausflüge sind nicht möglich“, erklärt Barbara Nolte, Leiterin des Referats Erzieher/-innen des VBE NRW.

Der VBE NRW stellt klar:

-        Es ist gut, dass es Zeit für den Vorlauf gab, ob dieser Vorlauf ausreichend war, wird aber erst der Betrieb zeigen.

-        Wichtig ist vor allem die Wertschätzung für die Arbeit in den Kitas

-        Diese Wertschätzung muss über eine Stärkung der Erzieherinnen und Erzieher erfolgen

-        Es ist nötig, möglichst viel Zeit und Ressourcen einzusetzen, um den neuen Anforderungen zu begegnen, damit alle gesund bleiben.

Der Verband Bildung und Erziehung NRW hat bereits Mitte April das Papier „Denkanstoß des VBE NRW zur schrittweisen Wiedereröffnung der Kitas" veröffentlicht und war im Vorfeld im Gespräch mit Familienminister Stamp. Wichtige Punkte, wie etwa eine schrittweise Wiedereröffnung mit entsprechender Vorlaufzeit, wurden aufgenommen.


Pressemitteilung 46/2020
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„Informations- und Fortbildungsangebote können helfen, notwendig sind zudem entsprechende Planungen für zukünftiges Handeln, Infrastruktur und Ausstattung.“

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